Sonstige
Informationen:
In den dunkelsten Nächten des Jahres steigt ein Trupp von schwedischen
Soldaten aus den Tiefen des
Alpsees auf und hält ein Biwak mit Lagerfeuer und grölenden
Kriegsgesängen. Die armen Teufel waren im
Dreißigjährigen Krieg von einem schlauen Allgäuer
in den Tod gelockt worden. Als damals der Schweden-
oberst ihn fragte, ob man es wagen könne, den Weg über
den zugefrorenen Alpsee nach Immenstadt zu
nehmen, sagte der Bauer ganz gewiß und wies in
jene Richtung über den See, wo er eine Stelle kannte,
die auch im kältesten Winter nicht zufriert. Der Oberst und
vierzehn Mann fanden darin ihr nasses Grab
und seitdem nennt man jene Stelle des Alpsees den Schwedenbrunnen.
Der Große Alpsee bei Immenstadt
ist mit einer Länge von dreieinhalb und einer Breite von einem
Kilometer der größte Natursee des Allgäus.
Die schönsten Ausblicke auf die ausgedehnte Wasserfläche
hat man bei dieser Bike-Tour um das
Immenstädter Horn.
Tourbeschreibung:
Vom Immenstädter Friedhof zieht eine breite Forststraße
ohne jede Vorwarnung äußerst steil hinauf ins
Steigbachtal ( Steigungen bis zu 25% sind zu bewältigen ).
Wer lieber etwas idyllischer fährt, kann auch die
schmälere Holperpiste des Tobelweges nehmen (bevorzuge ich
da kein Auto fährt ). Allerdings sind hier auch
fast alle Steigbachtalwanderer unterwegs. Nach dem ersten Steilaufschwung
geht es bald an der Hölzernen
Kapelle vorbei. Unweit davon zweigt der Weg zum Naturfreundehaus
ab. Eine längere, waldige Forstweg-
auffahrt führt ohne große Probleme über die Seifenmoosalpe
bis zu diesen beliebtesten Immenstädter
Berggasthaus. Nach
einer ausgiebigen Rast quert man durch den Hochwald und in der Nähe
des Gschwender
Horn vorbei zur Starkatsgundalpe an der Nordseite des Berges. Hier
erregte der Umstand großes Aufsehen,
dass erst mal in der Geschichte des Allgäuer Wintersports ein
Rückbau von Skiliften erfolgte. Ein in die Pleite
getorkelter Liftbetreiber hatte sich abgesetzt und Immenstadt entschloß
sich schließlich zum Abriß der
Anlagen und zur vollständigen Aufgabe des Skibetriebs am Gschwender
Horn. Das Weglein ist zunächst
neu, aber sehr grob aufgeschottert und fällt später mit
etlichen Trial-Passagen steilst zur Alpe ab. Den
Abschluß der Tour bildet eine herrliche Genussfahrt an den
Hängen hoch über dem Alpsee über Gschwend
und Rieder nach Bühl und durch Immenstadt zurück zum Ausgangspunkt
inklusive vieler wunderbarer
Alpseeblicke.